Aktuelle Mitteilungen des Landesanglerverbandes
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

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OZ: Nordosten ringt um Dorschquote für Angler - Wirtschaftsministerium als Anwalt der Dorsch-Angler

Görslow/ Schwerin, den 21.06.2017

Schwerin:  Nordosten ringt um Dorschquote für Angler

Das Wirtschaftsministerium des Landes hat sich in Brüssel als Anwalt der Dorsch-Angler stark gemacht. Staatssekretär Stefan Rudolph (CDU) habe einen Besuch bei der EU-Kommission genutzt, um Forderungen  aus MV gegen eine neue Quote beim Angeln des Ostseedorsches zu formulieren, wo Kutter-Besatzungen in ihrer Existenz gefährdet sind. Im Gespräch mit Hélène Clark, Direktorin der Abteilung Fischerei-Politik, habe er die Sorgen hiesiger Angler vorgetragen, heißt es aus dem Ministerium. „Sie will sich das Thema noch mal angucken“, so Sprecher Gunnar Bauer. Brüssel hat kürzlich die Dorschquote für Angler eingeführt. Mehr als fünf Fische pro Angler und Tag sind nicht mehr drin. Dagegen hat der Landesanglerverband wiederholt heftig protestiert (die OZ berichtete). Denn die eingeführte Zahl habe– als psychologische Hürde – zu enormen Buchungsrückgängen geführt, auch wenn im Schnitt keine fünf Dorsche gefangen würden. Seit der Einführung des Fanglimits gebe es Stornierungen bei Angelfahrten. Die Anbieter rechneten mit bis zu 20 000 Euro Einbußen pro Kutter in diesem Jahr, so der Präsident des Landesanglerverbands, Karl-Heinz Brillowski. Der Verband schlägt als Änderung zehn Fische pro Tag vor. Im  Gegenzug soll das Mindestmaß der Dorsche auf 45 Zentimeter erhöht, zu Jahresbeginn eine Schonzeit eingeführt  er den. Staatssekretär Rudolph unterstützt die Forderungen der Angler: „Tourismus und Naturschutz dürfen nie als Gegensätze verstanden werden“, sagt er. „Auch die Anbieter von Aktivurlaub brauchen berechenbare und verlässliche Rahmenbedingungen für ihre Existenz.“ fp

OZ, 21.06.2017


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