Aktuelle Mitteilungen des Landesanglerverbandes
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen aktuellste Informationen und Mitteilungen zu Themen der Angelfischerei geben, sowie in komprimierter Form aktuelle Hinweise, Hintergrundberichte oder Pressemitteilungen veröffentlichen.

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Pressemitteilung 18.5., 14 Uhr: 28. Landesdelegiertenkonferenz der 44.000 Angler am 18. Mai in Linstow

Görslow/ Linstow, den 18.05.2019

Pressemitteilung 18.5., 14 Uhr ________________________________________________________________________________

28. Landesdelegiertenkonferenz der 44.000 Angler

Der Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (LAV M-V e.V.) traf delegierte Anglerinnen und Angler seiner Regionalverbände und Vereine bei der 28. Landesdelegiertenkonferenz (LDK) in Linstow.

150 Delegierte des LAV M-V e.V. sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft waren am Sonnabend, 18. Mai 2019 zu Gast.

Es war Zeit für klare Worte an die Politik, Bilanz 2018 und Pläne für 2020 bei dieser LDK.

Der Landesanglerverband M-V e.V. mit seinen rund 44.000 Mitgliedern hat sich als größter Naturschutzverband unseres Landes einen Namen gemacht bei Gewässerpflege, Fischhege und umfangreichen Umwelt- und Naturschutzschutzmaßnahmen. Die Arbeit seiner ehrenamtlich agierenden Anglerinnen und Angler ist landesweit deutlich sichtbar und nur durch diesen großen Einsatz in dem Umfang überhaupt leistbar.   

Brennende Themen der diesjährigen Landesdelegiertenkonferenz in Linstow diskutierten die Delegierten und richteten sich auch an die Gäste aus Politik und Gesellschaft.

Die Delegierten beschlossen die Erhöhung des LAV-Jahresbeitrags von 17 auf 22 Euro und für Kinder über die Kostendeckende Anpassung von 6 auf 7 Euro, sowie der Angelerlaubnis von 45 auf 52 Euro.

Diese Gelder kommen vor allem der verstärkten Arbeit des LAV M-V e.V. im Bereich der Kinder- und Jugendförderung zugute. Die Zukunft des Verbandes soll gesichert werden. Ein Mitarbeiter wurde dafür eingestellt,  umfangreiche Projekte geplant und einige bereits begonnen. Dazu gehört das Ganztagsangebot ANGELNmachtSCHULE, mit dem die Kinder in den Schulen an das Naturerleben herangeführt werden. ANGELNmachtSCHULE fördert nachhaltig das Umweltbewusstsein unserer Schülerinnen und Schüler. Sie werden Tiere und Pflanzenarten kennenlernen, unserer Seen, Flüsse und die Ostsee erforschen, über unser Lehrmaterial und praktisch vor Ort, direkt am See oder am Flussufer. Derzeit und noch bis 2021 wird das Lehrkonzept ANGELNmachtSCHULE und zugehöriges Unterrichtsmaterial entwickelt und danach den Ganztagsschulen in M-V zur Verfügung gestellt.  

 

Über den Antrag des Regionalen Anglerverbandes Altkreis Sternberg e.V. über eine freiwillige Selbstverpflichtung zum Dorsch wurde von den Delegierten positiv entschieden.

Angepasst an die LAV-Agenda 45-0-10 erlegen sich die Anglerinnen und Angler selbst die Begrenzung von Mindestmaß 45 Zentimeter statt der derzeit erlaubten 35 auf. Nur so können die Dorsche wenigstens einmal gelaicht haben, bevor sie angelandet werden dürfen. Weiterhin favorisieren sie Einführung einer Schonzeit des Fisches in seiner Hauptlaichzeit in den Monaten Februar und März. Derzeit ist der Fang von 7 Tieren pro Tag erlaubt. Dies ist nicht zielführend, denn Schonzeit bedeutet, die Tiere in Ruhe laichen zu lassen, also sie in dieser Zeit nicht zu fangen. Weiterhin plädieren die Angler dafür, das Baglimit, also die Fangbegrenzung, von derzeit 7 Dorschen pro Angler pro Tag auf 10 Fische anzuheben. Die Entscheidung des EU-Ministerrates für die Fangrichtlinien 2020 in der Ostsee wird im Oktober 2019 erwartet.

Vehement forderten die Landesdelegierten von der Politik, dass die Nutzung von Elektromotoren als moderne, umweltfreundliche, zukunftsweisende Antriebstechnologie auf allen Gewässer, auf denen Boote zugelassen sind, möglich wird.

Das Wassergesetz des Landes M-V von 1992 schreibt im Paragraphen 21 Gemeingebrauch vor, dass Fließgewässer und Seen mit kleineren Fahrzeugen ohne Motorkraft befahren werden dürfen und dass die Wasserbehörde das Befahren mit motorgetriebenen Wasserfahrzeugen zulassen kann. Einige Behörden lehnen Anträge auf Elektro-Befahrung ohne oder ohne nachvollziehbare Begründung ab.

Um  Ungleichbehandlung auszuräumen, fordert der LAV M-V e.V., vergleichbare Rahmenbedingungen zu schaffen,  also Paragraph 21 Gemeingebrauch im Wassergesetz des Landes M-V dahingehend zu ändern, dass nicht schiffbare Gewässer mit kleineren Fahrzeugen, ausgerüstet mit einem Elektromotor mit einer Motorleistung bis zu 1 Kilowatt, gemeingebräuchlich befahren werden dürfen.

Verwiesen wird auf die Brandenburgische Elektro-Motorbootverordnung vom 14. Januar 2019. Hierin ist der Gemeingebrauch an den nicht schiffbaren Gewässern für Elektro-Motorboote mit einer Motorleistung von bis zu einem Kilowatt grunderweitert worden.

Außerdem sprachen sich die Anglerinnen und Angler auf der LDK nochmals gegen Nutzungseinschränkungen von Gewässern in Schutzgebieten, wie beispielsweise dem Wittsee im Randgebiet des Müritz Nationalparks, aus.

LAV, Claudia Thürmer


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