Aktuelle Mitteilungen des Landesanglerverbandes
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen aktuellste Informationen und Mitteilungen zu Themen der Angelfischerei geben, sowie in komprimierter Form aktuelle Hinweise, Hintergrundberichte oder Pressemitteilungen veröffentlichen.

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Brief aus Berlin – Karin Strenz (MdB) Sonderthema: Freizeitangler

Berlin/ Görslow, den 18.06.2018

Brief aus Berlin – Karin Strenz (MdB)  Sonderthema: Freizeitangler

Liebe Leser,

in dieser Woche liegt mir ein Thema ganz besonders am Herzen, weil es mich wütend und traurig zugleich macht. Auf dem Rücken unserer Freizeitangler und ebenso auf dem Rücken der Tiere wird hier eine Schlacht ausgetragen, die eine ganze Gruppe von verantwortungsbewussten Menschen diffamiert. Die Sorgen und Nöte unserer Angler nehme ich dabei sehr ernst. Militante Tierrechtsorganisationen und deren Aktionen machen es unseren Anglern derzeit äußerst schwer. PETA und andere Organisationen beschimpfen unsere Freizeitangler als Tierquäler und das ist in meinen Augen nichts anderes als hochgradige Verleumdung. Angeln hat mit Tier-quälerei überhaupt nichts zu tun. Ganz im Gegenteil: Angler, die ihre Fischereischeinprüfung erfolgreich absolviert haben, sind Naturschützer, sie hegen und pflegen unsere Gewässer! Viele Teiche und kleine Seen wären ohne die Hilfe der Angler längst verlandet oder umgekippt, wir würden vor leblosen Tümpeln stehen, anstatt vor blühenden Biotopen. Angler leisten einen ganz entscheidenden und aktiven Beitrag zum Artenschutz. Das lasse ich doch durch Möchtegern-Tierschützer nicht kleinreden. Zahlreiche Aktionen tragen zu einem waidgerechten Umgang unserer Freizeitangler mit Natur und Umwelt bei. Mit dem „Fisch des Jahres“ (2018: Dreistacheliger Stichling) wird auf bedrohte Arten hingewiesen und aktiv für den Schutz unserer Gewässer geworben. Mit Aussatzaktionen sichern Angler nicht nur ihren eigenen Fang, sondern auch die Artenvielfalt. Auch die engagierte Jugendarbeit der zahlreichen Anglervereine ist beispielgebend und aus unserem gesellschaftlichen Leben nicht mehr wegzudenken. Der Landesanglerverband ist mit 603 Mitglieds-vereinen und weit über 43.000 Einzelmitgliedern einer der größten Verbände überhaupt in Mecklenburg-Vorpommern. Ich begrüße die Idee des Landesanglerverbandes sehr, im Rahmen des Ganztagsschulangebotes Schülerinnen und Schülern das Angeln näherzubringen. Dies als „Erziehung zu Grausamkeit“ zu verunglimpfen, entbehrt jeglichen Realitätsbezuges.

Der Angelschein ist viel mehr als nur die bloße Erlaubnis zum Fischen. Freizeitanglern, die eine Fischereisscheinprüfung ablegen -und diese ist nicht einfach so zu bestehen- wird ein umfang-reiches Fachwissen vermittelt, das weit über die reine Angeltechnik hinausgeht. Der Umgang mit den vielen Lebewesen rund um das Gewässer und der Schutz des Lebensraums sowie ein tiefgreifendes Verständnis für unsere Natur gehören ebenso zur Ausbildung. Dies alles interessiert die selbsternannten Tierrecht’ler nicht, auf diesem Auge sind sie vollständig blind. Und genau das zeigt auch das Problem: Natürlich ist der Tierschutz ein ganz wichtiger und jeder, der mich kennt, weiß auch, dass der mir ebenso am Herzen liegt. Aber es kann doch nicht sein, dass eine ganze „Schutzmaschinerie“ ohne Sinn und Verstand haltlose Behauptungen aufstellt, ja so-gar Drohungen ausspricht, gegen Familienväter oder -mütter, die mit ihren Kindern zum Angeln gehen und ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung an der frischen Luft nahelegen wollen.

Für uns als CDU/CSU-Fraktion ist ganz klar: Solche Möchtegern-Tierrechtsaktivisten treten unsere Menschenrechte und den Naturschutz mit Füßen. Sie blasen zur allgemeinen Jagd auf Angler, Politiker, Landwirte, Tierhalter und Jäger. Das ist widerlich und es ist mit meinem Verständnis von einem vernünftigen und fairen Um-gang miteinander nicht vereinbar. PETAs Hasstiraden und haltlosen Aufrufe zur Selbstjustiz haben rein gar nichts mit Gemeinnützigkeit, Tierwohl und Artenschutz zu tun, ganz im Gegenteil, sie sind pure Hetze gegen eine große Anzahl von Menschen, die insbesondere in unserer ländlichen Region nach bestem Wissen und Gewissen für die Natur Sorge trägt und eben nicht dagegen.

Ich stehe auch weiterhin fest an der Seite all derjenigen Freizeitangler, die ihrer Leidenschaft rechtmäßig und waidgerecht nachgehen. Angeln ist eine Leidenschaft und mit eben der werde ich mich für unsere Angler engagieren.

In diesem Sinne

Karin Strenz, Mitglied des Deutschen Bundestages

Berlin, 15. Juni 2018

KARIN STRENZ, Mitglied des Deutschen Bundestages Berlin, 15. Juni 2018


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