Aktuelle Mitteilungen des Landesanglerverbandes
Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen aktuellste Informationen und Mitteilungen zu Themen der Angelfischerei geben, sowie in komprimierter Form aktuelle Hinweise, Hintergrundberichte oder Pressemitteilungen veröffentlichen.

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Kleine E-Boote auf mehr Gewässern

Schwerin/ Görslow, den 26.11.2020

Angler sollen künftig mehr Gewässer mit Elektromotorbooten befahren dürfen. Die Koalitionsfraktionen SPD und CDU wollen einen Antrag zur Änderung des Landeswassergesetzes in den Landtag einbringen, teilte die CDU-Fraktion in Schwerin mit. Damit soll das Befahren der Gewässer mit kleinen Booten (maximal ein Kilowatt) für Angler grundsätzlich möglich sein, sofern das nicht dem Naturschutz widerspricht. Bislang sei das Befahren von nicht schiffbaren Gewässern nur mit Ausnahmegenehmigung möglich. dpa

SVZ


Landtag MV: Verlängerung des Teil-Lockdowns - Das ist der Stand in MV

Schwerin, den 26.11.2020

Bund und Länder haben sich am Mittwoch auf die Verlängerung des Teil-Lockdowns verständigt. Zahlreiche Einschränkungen - etwa Schließungen von Kneipen, Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen - bleiben bis zum 20. Dezember bestehen. Schulen und Kitas sollen offen bleiben. Eine Übersicht zu den Regelungen in Mecklenburg-Vorpommern

KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN

Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind künftig auf den eigenen und einen weiteren Haushalt und in jedem Fall auf fünf Personen zu beschränken, Kinder bis 14 Jahre sind ausgenommen. Vom 23. Dezember bis zum 1. Januar werden dann laut Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) über Weihnachten und den Jahreswechsel mehr Kontakte erlaubt. Treffen von Freunden und Familien bis maximal zehn Personen seien dann unabhängig von den Hausständen erlaubt. Kinder bis 14 Jahre sind auch hier ausgenommen.

FREIZEIT UND SPORT

Im November sind die Außenbereiche von Tierparks und Zoos geöffnet im Teil-Lockdown. Dies soll weiterhin gelten, wie auch eine grundsätzliche Ausnahme für den Trainingsbetrieb im Kinder- und Jugendsport. Die Entscheidungen zum Sport werden jedoch in den Landkreisen und kreisfreien Städten getroffen, es kann also unterschiedliche Vorgehensweisen im Bundesland geben.

EINZELHANDEL

Schwesig kündigte am Mittwochabend an, die Einschränkungen im Einzelhandel nicht mitmachen zu wollen. Grundsätzlich ist der Bund-Länder-Einigung zufolge vorgesehen, dass in Geschäften mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern sich höchstens eine Person je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten soll. Bei Geschäften, die größer sind, darf auf die zusätzliche Fläche dann höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche kommen.

Ob Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls bei der neu beschlossenen Maskenpflicht vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen abweicht, war zunächst noch unklar.

SCHULEN UND KITAS

Diese sollen weiterhin offen bleiben. Die Weihnachtsferien sollen wie geplant am 19. Dezember starten.

SO GEHT ES WEITER

Am Samstag ist ein Corona-Gipfel in Schwerin geplant. Dort sollen die Beschlüsse in die Corona-Landesverordnung eingearbeitet werden, die dann zum 1. Dezember in Kraft treten soll.


Corona-Krise- Einstimmung auf längeren Lockdown

Berlin, den 23.11.2020

Stand: 23.11.2020 01:06 Uhr

Regierung und Länder bereiten die Bürger auf einen längeren Teil-Lockdown vor - auch mit Verschärfungen ist zu rechnen. Für Weihnachten könnte es Ausnahmen geben.

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen müssen sich die Menschen in Deutschland auf eine Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember einstellen.

Es gebe "keine Aussicht auf Lockerungen und keine Entwarnung", sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Bericht aus Berlin. Der Teil-Lockdown habe zwar Wirkung gezeigt, die Infektionszahlen hätten sich stabilisiert. Aber: "Die Krankenhäuser laufen voll, die Todeszahlen steigen."

Lockdown verlängern, Maßnahmen vertiefen

Mit Blick auf das Bund-Länder-Treffen am kommenden Mittwoch sagte Söder: "Wir werden sicherlich vorschlagen, den Lockdown zu verlängern oder auch zu vertiefen." Neben weiteren Kontaktbeschränkungen müsse auch das Thema Schule diskutiert werden, so Söder. "Insbesondere in den Hotspots ist es so, dass auch die Schule leider einer der Infektionsherde ist."

Länder offenbar für Verschärfung

Die Länder wollen die Beschränkungen über den November hinaus verlängern und stellenweise verschärfen. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt und die Grundlage für die Beratungen der Länderchefs mit Kanzlerin Merkel ist.

Laut dem Papier sollen ab dem 1. Dezember an privaten Zusammenkünften maximal noch fünf Menschen aus zwei Haushalten teilnehmen können. Kinder bis 14 Jahren sollen von der Regel ausgenommen sein. Ausnahmen sind für die Weihnachtsfeiertage vorgesehen. Dann sollen auch Angehörige von mehr als zwei Haushalten zusammenkommen können. Auch dabei soll eine Obergrenze von fünf oder zehn Personen (über 14) gelten, einen genauen Wert gibt die Beschlussvorlage noch nicht vor.

Es werde empfohlen, "wo immer möglich, sich vor und nach den Feiertagen in eine möglichst mehrtägige häusliche Selbstquarantäne zu begeben".

Strengere Maskenpflicht

Verschärfungen sieht die Vorlage auch bei der Maskenpflicht vor: "Jede Person hat in geschlossenen Räumen, die öffentlich oder im Rahmen eines Besuchs- oder Kundenverkehrs zugänglich sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen", heißt es darin. "Darüber hinaus ist eine Mund-Nasen-Bedeckung auch an Örtlichkeiten in der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten, zu tragen."

Laut Vorlage sollen die seit Anfang November geltenden Corona-Einschränkungen bis mindestens 20. Dezember verlängert werden. Die genannten Verschärfungen sollen vom 1. Dezember bis zum 17. Januar gelten.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), derzeit als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz für die Organisation einer Länder-Linie zuständig, hatte der Nachrichtenagentur dpa zuvor gesagt: "Wir sind uns einig, dass schon viel erreicht wurde, aber nicht genug." Er ergänzte: "Wie lange wir verlängern müssen und wie genau wir das ausgestalten, wird gerade untereinander besprochen."

Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) bereiteten die Bürger grundsätzlich auf eine Verschärfung der zunächst bis Ende November geltenden Kontaktbeschränkungen vor. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn forderte, die Beratungen müssten den Bürgern Planungssicherheit bis ins nächste Jahr bringen. "Die Bürgerinnen und Bürger wollen wissen, was in den nächsten vier bis sechs Wochen gilt und was die Maßstäbe sind", so Spahn.

Merkel und Scholz: Ziele nicht erreicht

Bei einem gemeinsamen Auftritt nach dem G20-Gipfel sagte Merkel, welche Maßnahmen genau ergriffen würden, "dem kann ich und will ich heute nicht vorgreifen". Sie versicherte: "Die Bürgerinnen und Bürger sollen von Bund und Ländern eine geschlossene, gemeinsame Antwort bekommen. Darauf haben sie eigentlich ein Recht. Und daran arbeiten wir jetzt diesmal sehr intensiv", so Merkel. Tatsache sei, "dass wir noch nicht soweit sind, wie wir gerne gekommen wären durch die Kontaktbeschränkungen".

Auch Scholz sagte, bei der Entwicklung der Fallzahlen sei man noch nicht dort, wo man hinwolle. "Und deshalb ahnt ja auch jeder, dass es noch Verlängerung geben muss."

Kommenden Mittwoch treffen sich dann Merkel und die 16 Ministerpräsidenten, um ein Konzept möglichst bis Jahresende zu vereinbaren. Die Länder, die für die Umsetzung der Corona-Beschränkungen zuständig sind, hatten diesmal darauf gedrungen, selbst Vorschläge vorzulegen.

Merkel hatte bereits bei den Beratungen vergangene Woche angesichts der anhaltend hohen Infektionszahlen auf einen strengeren Kurs gepocht - allerdings vergeblich.

Quelle: Tagesschau.de


Landtag MV: Schwesig fordert strenge Kontaktbeschränkungen für Hotspots

Schwerin/ Berlin, den 23.11.2020

Berlin (dpa) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig pocht vor den Corona-Beratungen mit den anderen Ländern und dem Bund auf strenge Regeln für Corona-Hotspots. Zugleich müssten Lockerungen möglich sein für Gebiete, die deutlich und dauerhaft weniger als 50 Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100 000 Einwohner haben, sagte die SPD-Politikerin am Montag im Deutschlandfunk. Unter diesem sogenannten Inzidenzwert liegen laut Robert Koch-Institut derzeit nur Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein (beide 46,5).

An diesem Montag wollen die Landesregierungschefs ihre Position festlegen für die Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch.

Mit Blick auf Gesamtdeutschland sagte Schwesig: «Die Zahlen sind gedämpft, aber sie bleiben weiter hoch. Und deshalb muss nach Auffassung vieler Länder der November-Shutdown fortgeführt werden, insbesondere in den Risikogebieten.» Sie plädierte aber dafür, dass die Kontaktbeschränkungen über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel gelockert werden. «Ich finde es richtig, dass man zu Weihnachten ermöglicht, dass wenigstens zehn Personen zusammenkommen können», sagte die Ministerpräsidentin. Diese Zahl scheint unter den Ländern allerdings noch nicht ausverhandelt zu sein, wie aus dem letzten bekannten Beschlussvorschlag des Landes Berlin hervorgeht, das derzeit der Ministerpräsidentenkonferenz vorsteht. Auch eine Beschränkung auf fünf Personen steht demnach noch im Raum.

Schwesig betonte, dass die neuen Vorschläge der Länder anders seien als die Beschlussvorlage des Kanzleramts bei den vergangenen Beratungen, die von den Ministerpräsidenten abgelehnt worden war. «Wir schlagen vor, wie es im Dezember und Januar weitergeht. Natürlich wollen auch die Branchen wissen, was ist mit uns, ab wann könnte gelockert werden. All das war vergangene Woche nicht im Gespräch», erklärte sie.

Quelle: https://www.landtag-mv.de/dpa-ticker


NDR Fernsehen: Umwelt - Große Sorge um die Barthe

Görslow, den 23.11.2020

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Einen Monat ist es jetzt her, dass große Mengen Klärschlamm in den vorpommerschen Fluss Barthe gelaufen sind. Damals bereitete die Feuerwehr dem Spuk ein Ende und verschloss den Zulauf zur Barthe. Seitdem ist ein Ortsansässiger im Visier der Umweltbehörden. Doch die, die sich um den Schutz der Barthe kümmern, sind in großer Sorge.

Quelle: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/land_und_leute/Nordmagazin-Land-und-Leute,sendung1095180.html

Landwirt als Verschmutzer der Barthe ermittelt

Stinkender schwarzer Schlamm war im Oktober in den kleinen Fluss Barthe in Vorpommern geflossen - nun steht der Verursacher der Verschmutzung fest: ein landwirtschaftlicher Betrieb bei Velgast.

Nach der Verschmutzung des vorpommerschen Flusses Barthe vor einem Monat ist der Verursacher ermittelt worden. Nach Angaben des Landkreises Vorpommern-Rügen ist ein Landwirt dafür verantwortlich. Es gab offensichtlich undichte Stellen zwischen dem Güllesystem und dem Regenwassersystem des Hofes bei Velgast. Die Behörden seien mit dem Landwirt und Sachverständigen im Gespräch, das Problem solle nachhaltig behoben werden, hieß es seitens der Kreisverwaltung. Die Barthe liegt westlich von Stralsund in einem Landschaftsschutzgebiet. In ihr leben die seltene Bachmuschel und der Deutsche Edelkrebs.

Feuerwehr dichtete Zulauf ab

Nach dem Klärschlammeintrag hatten Anwohner, Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Barthe und des Landesanglerverbandes eine Probe genommen. Die Analyse zeigte, dass unter anderem der Ammoniumgehalt ein Vielfaches über dem lag, was für Fische zulässig ist. Stinkender schwarzer Schlamm floss im Oktober in den kleinen Fluss, der sich zwischen Stralsund und Barth durch die Landschaft schlängelt. Einige Abschnitte des Flusses wurden gerade aufwendig renaturiert. Die Feuerwehr dichtete einen Zulauf über ein altes Grabensystem ab und legte Sandsäcke aus. Die Wasserschutzpolizei nahm die Ermittlungen auf.

NDR FS


Vor Corona-Gipfel mit Merkel- Was die Länder planen

Berlin, den 23.11.2020

Stand: 23.11.2020 10:28 Uhr

 

Kontakte, Schulen, Weihnachten: Vor dem Corona-Gipfel mit Kanzlerin Merkel haben die Länder ihre Linie festgezurrt. Demnach wird der Teillockdown verlängert - für die Festtage soll es eine Sonderregel geben. Was geplant ist - ein Überblick.

Nach den ergebnislosen Gesprächen am vergangenen Montag war die Aufforderung des Kanzleramts an die Bundesländer unmissverständlich: Wenn sie schon die Beschlussvorlage des Bundes ablehnten, sollten sie doch bitte bis zum nächsten Termin eigene Vorschläge präsentieren. Bei 16 Ländern und mindestens genauso vielen Interessen kein leichtes Unterfangen. Entsprechend arbeitsreich dürfte das Wochenende in den Staatskanzleien gewesen sein.

Nun liegt ein erster Entwurf auf dem Tisch, federführend koordiniert vom Land Berlin, das gerade den Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz hat. Der Beschlussentwurf ähnelt in vielen Punkten der Vorlage des Kanzleramts vom 16. November.

Kontakte, Schulen, Weihnachten: Was die Länder planen:

Einig sind sich alle, dass es mit Blick auf die weiter hohen Infektionszahlen für eine Lockerung der am 28. Oktober getroffenen Maßnahmen zu früh ist. Zwar zeigten die Beschränkungen erste Wirkung, doch gebe es noch keine Trendwende. Stattdessen ist von einem "Seitwärtstrend" die Rede. Mit anderen Worten: Der November-Teillockdown soll grundsätzlich auch im Dezember gelten - konkret erstmal bis zum 20. Dezember bundesweit. Dies betrifft etwa die Schließung von Hotels, Restaurants oder Fitnessstudios. Die Bürger sollen weiter möglichst zu Hause bleiben und auch dort arbeiten sowie Reisen und Ausflüge unterlassen. Nach dem 20. Dezember sollen die Maßnahmen im Zweiwochenrhythmus verlängert werden, sofern sich die Lage nicht bessert.

Allerdings können Länder mit geringen Inzidenzwerten davon abweichen. "Um auf besondere regionale Situationen angemessen reagieren zu können, haben Länder, die eine Inzidenz von weniger als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen und eine sinkende Tendenz der Inzidenz aufweisen, die Möglichkeit, hiervon bereits vor dem 20. Dezember abzuweichen", heißt es im Entwurf. Hier dürften vor allem Länder wie Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein Druck gemacht haben, beide liegen derzeit unter dem 50er-Wert.

Kontakte

Das Papier sieht weitere Kontaktbeschränkungen vor. Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken. Kinder bis 14 Jahre sind hiervon ausgenommen. Das soll vom 1. Dezember bis zum 17. Januar gelten - mit Zwischenregeln für Weihnachten und eventuell den Jahreswechsel.

Maskenpflicht

In öffentlich zugänglichen Gebäuden, Bus und Bahn sowie an stark frequentierten Orten im Freien, an denen sich Menschen auf engem Raum oder für längere Zeit aufhalten, soll mindestens bis 17. Januar eine generelle Maskenpflicht gelten. Das gilt auch für die Arbeitsstätte, jedoch nicht am Platz, sofern ein Abstand von 1,5 Meter zu weiteren Personen sicher eingehalten werden kann.

Weihnachten

Dass Weihnachten in diesem Jahr anders wird als sonst, dürfte den meisten Menschen längst klar sein. Für die Politik ist es dennoch eine Gratwanderung: einerseits Gesundheitsschutz zu gewährleisten, andererseits aber auch irgendwie ein Fest mit der Familie zu ermöglichen, wenn auch im kleineren Kreis. Schließlich seien diese Tage für den familiären und gesellschaftlichen Zusammenhalt besonders wichtig.

Im Entwurf steht folgendes: Vom 21. bis mindestens zum 27. Dezember sollen auch Menschen aus mehr als zwei Haushalten zusammenkommen können - unklar ist noch, ob es jeweils fünf oder zehn sein dürfen. Kinder unter 14 Jahren sollen dabei nicht mitzählen. Für die Zeit nach den Feiertagen soll eine mehrtägige Selbstquarantäne empfohlen werden. Mit den Kirchen sollen Vereinbarungen für die anstehenden Feierlichkeiten getroffen werden - dabei soll als Leitlinie gelten, dass große Gottesdienste zu vermeiden sind.

Silvester

Ob Silvesterfeiern mit fünf oder zehn Menschen aus mehr als zwei Haushalten in diesem Jahr möglich sind, scheint noch unklar. Die Beschlussvorlage sieht in Klammern vor, die Weihnachtsregeln möglicherweise bis zum 3. Januar gelten zu lassen - darüber besteht noch keine Einigkeit. Bereits deutlich vermerkt ist allerdings, dass es kein Feuerwerk geben soll. Der Verkauf, der Kauf und auch das Zünden sollen verboten werden, um Einsatzkräfte zu entlasten, das Gesundheitssystem nicht weiter zu belasten und Gruppenbildungen zu vermeiden.

Schulen

Schulen gehören zu den großen Streitpunkten. Bund und Länder hatten zu Beginn der November-Regeln beschlossen, dass Schulen und Kindergärten "so lange wie möglich" offen bleiben sollen - anders als beim Lockdown im Frühjahr. Doch wie in allen Bereichen, in denen Menschen zusammenkommen, kommt es auch Schulen und in Kitas zu einem vermehrten Infektionsgeschehen.

Das Kanzleramt hatte daher hier auf Verschärfungen gedrungen, unterstützt von Warnrufen der nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina, die vor allem die inzwischen hohen Inzidenzwerte bei den 15- bis 19-Jährigen mit Sorge sieht. In Länderkreisen wird dem aber widersprochen - die Debatte krankt auch daran, dass unklar ist, welche Rolle Schulen in der Corona-Pandemie spielen. Zumal die Lage in den Bundesländern sehr unterschiedlich ist.

Laut Entwurf wollen die Länder weiter grundsätzlich am Präsenzunterricht festhalten. Allerdings: "Konkrete Ausgestaltungen sowie weiterführende Maßnahmen wie beispielsweise Hybridunterricht werden länderspezifisch geregelt." Damit bleibt es den Ländern überlassen, nach Bedarf Modelle wie Wechselunterricht einzuführen.

LINK: Wie war das noch gleich? Corona-Notbremse - Maßnahmen seit dem 1. November

 - was gilt wo? mehr

Quelle: Tagesschau.de


Landtag MV: 126 neue Corona-Fälle am Wochenende: Sieben-Tage-Wert steigt

Schwerin, den 22.11.2020

In Mecklenburg-Vorpommern sind am Wochenende insgesamt 126 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden. Damit stieg die Zahl der seit März registrierten Infektionen auf 5192, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Sonntag mitteilte. Am Freitag waren landesweit 136 Neuinfektionen registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche, kletterte landesweit um 0,2 auf 46,8.

Als Risikogebiete, also mit Wert von über 50, gelten derzeit Nordwestmecklenburg mit 86,4 und Vorpommern-Greifswald mit 72,6. In Mecklenburg-Vorpommern starben seit Beginn der Pandemie 53 Menschen an oder mit Covid-19. Landesweit gelten 3790 der Infizierten als genesen. Nach Angaben des DIVI-Intensivregisters werden derzeit in MV 18 Menschen invasiv beatmet, 2 mehr als am Vortag.

Unterdessen warnte die Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (KGMV) vor einer coronabedingten und bedrohlichen Unterfinanzierung der Kliniken. Hintergrund sei, dass die sogenannte Freihaltepauschale für nicht belegte Betten die entstehenden Verluste nicht ausgleiche, sagte KGMV-Geschäftsführer Uwe Borchmann der Deutschen Presse-Agentur. Für große Kliniken greife die Pauschale erst, wenn 75 Prozent der Intensivbetten belegt seien, bei kleineren Kliniken erst bei 85-prozentiger Belegung. Darunter gebe es keine Gegenfinanzierung. Zwar bestehe die Hoffnung, dass der Bund im kommenden Jahr die Einnahmeausfälle kompensiere, aber das stehe noch nicht fest.

Zu den Patienten auf den Intensivstationen zählen viele ältere Menschen. Einer neuen Statistik des Sozialministeriums zufolge gibt es an etwa 14 Prozent der Alten- und Pflegeheime im Land bei Bewohnern und Mitarbeitern Coronafälle. Den Angaben zufolge gibt es landesweit 223 vollstationäre Pflegeeinrichtungen, bei 31 von ihnen gebe es Infektionsfälle. Davon seien 155 Bewohner und 55 Mitarbeiter von Einrichtungen betroffen (Stand Freitag 14.00 Uhr).

Wer sich mit Blick auf die Corona-Zahlen und den herannahenden Winter vorsichtshalber bei den Gesundheitsämtern der Landkreise gegen Grippe impfen lassen möchte, muss Geduld mitbringen. Derzeit fallen dort nämlich viele Impfsprechstunden aus. Entweder, weil kein Impfstoff da ist oder weil nicht genügend Personal vorhanden ist, wie eine Umfrage der dpa ergab.

Quelle: https://www.landtag-mv.de/dpa-ticker


Das LALLF informiert: Änderung der Winterlagerregelungen in Stralsund und Greifswald

Rostock/ Görslow, den 19.11.2020

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Durch die Fischereiaufsicht Stralsund und Freest wurde im September 2020 die Lage zur Angelfischerei im Hafen Stralsund und am unteren Ryck geschildert. Danach war seit Anfang des Monats zu beobachten, dass sich die ersten Fischschwärme von Barsch und Zander in den Hafenbereichen sammeln und dort stark beangelt werden.

 

Eine starke fischereiliche Nutzung des Fischbestandes, insbesondere bei der Einwanderung und Konzentration für die Winterruhe, kann erhebliche Auswirkungen auf die Reproduktion und damit den Fortbestand der Fischbestände haben. Daher ist der Schutz der Fische im Winterlager durch entsprechende Maßnahmen der Fischereiverwaltung zu gewährleisten. Sie berücksichtigen den Nachhaltigkeits- und Vorsorgegrundsatz.

Der Gesetzgeber hat mit § 18 Abs. 1 Ziffer 3 Landesfischereigesetz M-V die Möglichkeit der Schaffung eines Schonbezirkes für den Schutz der Fische im Winterlager vorgesehen. Nach § 13 Küstenfischereiverordnung M-V hat das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt die obere Fischereibehörde (LALLF M-V) ermächtigt, die Ausübung der Fischerei zum Schutz der Fischbestände durch Allgemeinverfügung zeitlich und räumlich zu begrenzen, zu verbieten oder die Beschaffenheit von Fanggeräten vorzuschreiben.

 

Nach den Erfahrungswerten der Jahre 2004 bis 2016 setzte der Zug der Fische in die beruhigten Gewässerbereiche, die als Winterlager genutzt werden, Ende Oktober ein. Diese Einwanderungsphase hat sich in den letzten Jahren trotz der hohen Sommertemperaturen in den September vorverlagert. Es musste also davon ausgegangen werden, dass nicht nur die Absenkung der Wassertemperatur, sondern auch die abnehmende Tageslichtdauer die Wanderung beeinflusst.

 

Um den Fischbestand in der Einwanderungsphase zum Winterlager vor einem übermäßigen fischereilichen Zugriff zu schützen, war eine Prüfung für eine zeitliche Anpassung der bisherigen Winterlagerregelungen nötig. Im Anhörungsverfahren nach § 28 VwVfG wurde ein früherer Beginn zum 01. Oktober vorgeschlagen.

In diesem Anhörungsverfahren haben sich dann die beteiligten Träger der öffentlichen Belange und Verbände sowie einige Angler geäußert. Mit dem Landesanglerverband MV (Vertreter der organisierten Angler) wurde ein kurzfristiger Beratungstermin vereinbart. Die obere Fischereibehörde erörterte die fischereibiologisch sichtbaren Änderungen zu früheren Einwanderereignissen, was durch Beobachtungen der Fischereiaufsicht ergänzt wurde (siehe Abbildung).

 

Hinsichtlich der Kurzfristigkeit der Maßnahme wurde abschließend nicht der 01. Oktober, sondern der 12. Oktober als Winterlagerbeginn festgeschrieben, um die notwendigen Unterrichtung der Angler und der Öffentlichkeit vornehmen zu können.

Das Thema wird jedoch im ersten Halbjahr 2021 erneut intensiv beraten, um eine längerfristige nachhaltige Regelung zu finden.

 

Aus Sicht der oberen Fischereibehörde sind die getroffenen Maßnahmen erforderlich, geeignet und angemessen, um einerseits den Schutz der Fische sicherzustellen und andererseits die Angelfischerei weiter eingeschränkt zuzulassen.

Dr. Thomas Richter, Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern


Macht Angeln glücklich? – Europas größte Angelumfrage gestartet

Rostock, den 18.11.2020

Das Rostocker Thünen-Institut für Ostseefischerei hat im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft eine deutschlandweite Studie zum Thema Angeln gestartet. Hierfür werden 150.000 zufällig ausgewählte Haushalte in ganz Deutschland telefonisch befragt. Die Studie soll dabei helfen, die Nutzung der Fischbestände, die Rolle des Angelns in der Gesellschaft und seine wirtschaftliche Bedeutung besser zu verstehen.

 

(Rostock/Braunschweig, 17.11.2020) Gehen Sie Angeln? Diese Frage könnte Ihnen in den nächsten Monaten am Telefon gestellt werden. Weltweit angeln über 220 Millionen Menschen in ihrer Freizeit. Auch in Deutschland ist das Angeln beliebt: Gerade in der heutigen Zeit scheinen viele Deutsche sich nach einem naturnahen Hobby zu sehnen, um dem Alltagsstress zu entfliehen. Doch bisher ist sehr wenig über das Angeln in Deutschland bekannt. Dabei gehören Anglerinnen und Angler zur größten Nutzergruppe von Seen, Flüssen und Meeren. 

 

Was macht den Reiz des Angelns aus? Wie viele Anglerinnen und Angler gibt es in Deutschland? Welche Fische fangen sie und wie viele? Diese und weitere Fragen will das Forschungsteam um Dr. Harry Strehlow vom Rostocker Thünen-Institut für Ostseefischerei im Rahmen der Studie „Angeln in Deutschland“ beantworten. Zusammen mit dem Berliner Markt- und Sozialforschungsinstitut USUMA werden hierfür in den nächsten Monaten 150.000 zufällig ausgewählte Haushalte in ganz Deutschland telefonisch befragt, um ein repräsentatives Abbild der Anglerinnen und Angler in der deutschen Bevölkerung zu erstellen. Damit ist dies die bisher größte Befragung ihrer Art in Europa und eine der größten weltweit.

 

Die während des Telefoninterviews angetroffenen Anglerinnen und Angler werden zunächst zu verschiedenen Aspekten des Angelns befragt. Anschließend werden alle interviewten Personen dazu eingeladen, an einer Tagebuch-Studie teilzunehmen. Für die kommenden zwölf Monate sollen sie ihre Angelerlebnisse dokumentieren, um den Forschern Einblicke in ihr Angelverhalten zu gewähren.

 

Ziel der Studie ist, die Nutzung der Gewässer und Fischbestände besser zu verstehen, sowie die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung des Angelns in Deutschland nachzuvollziehen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage für die Entwicklung einer nachhaltigen Angelfischerei in Binnen- und Meeresgewässern dienen. Mit ersten Zwischenergebnissen rechnet das Team um Harry Strehlow Ende 2021.

 

Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und anonym. Die Studie verfolgt keine kommerziellen Ziele, sondern dient ausschließlich dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn.

 

Weitere Informationen: www.thuenen.de/dmap


Corona-Pandemie in Deutschland 17.561 neue Fälle - nur leichter Rückgang

Berlin, den 18.11.2020

Die Gesundheitsämter haben dem RKI 17.561 Positivtests übermittelt. Das sind weniger Corona-Fälle als noch vor einer Woche - allerdings ist der Rückgang nur leicht. Die Zahl der Toten ist erneut gestiegen: auf 305 binnen 24 Stunden.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland sinkt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) im Vergleich zur Vorwoche - aber nur leicht. Das RKI meldete 17.561 übermittelte Positivtests binnen 24 Stunden. Das sind knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche, wie aus RKI-Angaben hervorgeht. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 18.487 gelegen. Auch am Montag und Dienstag war der Wert niedriger als der Vorwochenwert.

Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen binnen eines Tages erreicht worden.


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