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Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

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SVZ online: „Gut Fang“ vermisst gemeinsames Angeln

Vellahn, den 25.03.2021

Vellahner Verein kann sich momentan nicht treffen / Dadurch findet auch keine Jugendarbeit statt

Nadine Schuldt Georg Wendt hatte seine Angel gar nicht erst ins Auto gepackt. Der Vorsitzende des Vellahner Angelvereins „Gut Fang“ sowie die anderen 62 Mitglieder können derzeit nicht gemeinschaftlich angeln. „Auch die Angeleinsätze mit den jugendlichen Mitgliedern sind auf Eis gelegt“, sagt Wendt. Wegen des Corona-Lockdowns fallen alle Veranstaltungen bis auf Weiteres aus. „Wir haben vollstes Verständnis für die Maßnahmen zur Reduzierung beziehungsweise zur Eindämmung der Pandemie“, sagt Wendt. Der Vereinsvorsitzende sagt das nicht ohne Grund. So gehören viele der Mitglieder, die aus Vellahn und Umgebung stammen, berufs- und altersbedingt aber auch familiär, weil sie zu pflegende Angehörige haben, zu den absoluten Risiko-Gruppen.
Dennoch sei es schade, dass der Verein keine Angebote machen kann. Deshalb können sie auch nicht in die Schulen gehen. „Wir nutzen den Töpferteich, um den Kindern die Natur nahezubringen“, sagt Georg Wendt zu einem regelmäßigen Projekt. Darüber hinaus können auch die jungen Vereinsmitgliedern zu Jugendveranstaltungen gefahren werden. „Jährlich gab es auch das Jugendangel-Treffen in Neuhaus, bei dem die Jugendlichen auch dort übernachteten“, sagt der 68-Jährige. Dort hätten sich die Jugendlichen kennenlernen und Erfahrungen austauschen können.
Auch Arbeitseinsätze seien derzeit nicht möglich. „Wir hatten den Töpferteich sowie den Brahlstorfer Bach zusammen mit den Dorfbewohnern und Mitgliedern der Kirchengemeinde gereinigt“, erzählt Wendt. Ein gutes Miteinander sei das immer gewesen, bei dem man nach getaner Arbeit am Grill Gespräche um viele kommunale Themen geführt habe. Doch dieses Jahr sei eben alles anders.
Das trifft auch auf die Vergabe der Angeldokumente zu. Dazu zählen die Beitrittsmarken und die Jahresangelkarten, die es ermöglichen in allen Gewässern des Landesanglerverbandes (LAV) zu angeln. Anstatt sie persönlich auszugeben, wurden sie nun mit der Post verschickt. Hier kam es jedoch zu Schwierigkeiten. „Manche unserer Mitglieder riefen mich persönlich an und baten um Hilfe, weil angeblich ihre persönlichen Dokumente und Beitragsmarken wahrscheinlich auf dem Postwege verloren gingen“, erzählt Georg Wendt. Wie der Vereinsvorsitzende schildert seien Wohnungswechsel oder kommunale Änderungen von Straßennahmen Gründe für das Nicht-Ankommen der Dokumente gewesen. Die Post treffe keine Schuld, sagt Wendt. „Ich habe dann die Deutsche Post kontaktiert und auch persönlich erlebt, dass generell falsche beziehungsweise nicht eindeutige Adressangaben von Absender oder Empfänger durch eine Sonderabteilung der Post akribisch durchforstet werden“, erläutert Georg Wendt. Schließlich wurden die Briefe gefunden und die Dokumente kamen wieder beim Verein an.
Obwohl der diesjährige Angelmarken-Versand per Post finanziell aufwendig war, soll die Jahresgebühr von 17 Euro nicht steigen. „Wir haben auch keine Aufnahmegebühr“, so Wendt. Wahrscheinlich hätten sie dadurch auch immer wieder Zugänge, schätzt er ein. Generell hielten sich in dem Verein die Ein- und Austritte die Waage. Georg Wendt bleibt zuversichtlich, dass bald wieder mehr im Verein möglich ist. „Es gilt auch noch die individuelle Freiheit, als Mitglied unseres Vereins an allen LAV-Gewässern dem Hobby nachzugehen“, sagt Wendt.


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