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Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

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SVZ: Ärger mit Müll am Elbufer

Neuhaus, den 08.01.2019

Ärger mit Müll am Elbufer

Anwohner sind genervt von illegalen Abladeplätzen / Sie wollen große Sammelaktion im Elbvorland ins Leben rufen

Bitter Mit einer unberührten Natur in der Flusslandschaft Elbe, so wirbt das Amt Neuhaus gerne um Gäste. Herrlich sei sie, wunderschön, und sie biete ideale Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere, die sich aus anderen Regionen schon längst zurück gezogen haben. Wird dann noch erwähnt, dass die Gemeinde Bestandteil des Biosphärenreservates „Niedersächsische Elbtalaue“ ist, scheint das Bild perfekt.

Doch auch im Naturschutzgebiet gibt es immer wieder, und zuletzt verstärkt, Probleme mit illegal abgeladenem sowie weggeworfenem Müll. „Wenn man über die Weiden geht, liegen fast immer Plastikverpackungen und Flaschen herum“, sagt Angelika Hoffmann aus Bitter. Egal, ob im Hinterland, am Elbdeich oder im Elbvorland – bei ihren Spaziergängen findet sie oft unschöne Hinterlassenschaften. Ein Umstand, der sie schon länger beschäftigt hat und nun handeln lässt.

Auslöser waren Vorfälle in ihrem „Biber-Wäldchen“. „Ein paar hundert Meter von der Fähre in Bitter entfernt, gibt es einen wunderschönen Naturstrand. Genau da habe ich innerhalb von vier Wochen zwei Mal ziemlich große Müllhaufen gefunden“, erzählt Angelika Hoffmann. Vor allem der zweite Fund habe sie verärgert. „Neben dem Plastikmüll lagen dort auch tote Hechte in Plastiktüten eingepackt herum. Sie waren noch frisch und nicht vergammelt.“

Allein die Meldungen über die Müllberge, unter anderem an die Gemeinde sowie den Landkreis Lüneburg, und die Bitte, diese zu entfernen, reichen Angelika Hoffmann allerdings nicht mehr aus. Sie möchte auch anregen, dass nun eine große Sammelaktion an den Elbufern und dem Elbvorland organisiert wird. „Ich kann es aber nicht alleine machen, ich kann nur den Impuls geben. Mein Plan ist es, sie über die Angelvereine, Dorfvereine und Ortsvorsteher ins Leben zu rufen.“ Zusätzlich habe sie einen Termin mit der Bürgermeisterin vereinbart, um mit ihr über die Problematik und darüber zu sprechen, welche Unterstützung von der Gemeinde kommen könnte. Auch der Landkreis habe sich bei ihr gemeldet. „Herr Bartscht vom Fachdienst Umwelt hat geschrieben, dass der Landkreis sich um die Müllbeseitigung kümmert. Die Sammelaktion kann er aber nicht organisieren, dass müssten Vereine machen.“ Einzelne Mitstreiter hat Angelika Hoffmann offenbar schon gefunden. „Ich bedaure das wiederholte, gewissenlose Müllentsorgen an unserer Elbstrecke und sehe es mit großer Sorge“, meint etwa Jörg Strehlow, Natur- und Landschaftsführer aus Bleckede. „Auch fällt mir insbesondere an dieser Elbstrecke seit Jahren auf, dass an den Ufern oft Müll von Campern, Schwimmern und auch Anglern zurückgelassen wird. Eine Säuberungs-Aktion unseres Elbufers sehe ich als gute Idee und starkes Signal. Gerne können wir das gemeinsam anpacken.“

Für eine groß angelegte Sammelaktion sind allerdings noch mehr Unterstützer nötig. Wer Interesse daran hat, Angelika Hoffmann zu helfen, auch bei der Organisation und Durchführung, kann sich bei ihr unter der Telefon: 0171/4143768 melden.

Robert Lehmann, SVZ


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